Die Fakten

Betroffene der Realität

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Betroffene der Realität

Hier finden Sie in Kürze direkte Berichte aus dem Leben der Betroffenen.
Eine Spirale steht von Anfang an fest: Notwendigkeit irgendeiner Ausbildung, unmotiviertes Arbeiten ohne Persönlichkeit, Verdienen von Dumpinglöhnen, Armut oder Arbeitslosigkeit, Zwang zu neuen unpassenden Jobs. Die Resultate sind bekannt.

Nur 12 Prozent der Arbeitnehmer sind mit ihren Arbeitsplatz zufrieden

Die Statistik stand in jeder Zeitung - sie wurde einfach hingenommen wie so Vieles. Aber die Tragweite ist enorm: Nicht einmal jeder achte Deutsche arbeitet wirklich so, wie er es sich wünschen würde. Normal und unvermeidbar? Talente werden gebraucht! Warum nutzen wir sie nicht?

Allein in Berlin verdienen 100.000 Menschen nur 3 bis 5 € / Stunde

Es werden Discountlöhne gezahlt - die Arbeitenden verdienen einen Hungerlohn und können wiederum keine angemessenen Preise für Dienstleister zahlen. Durchbrechen wir diesen Kreislauf, indem wir individuelle, talentorientierte (Neben-)jobs vergeben und diese durch unser Konzept vernünftig vergüten. Die Charaktere und Passionen müssen nicht nur gesehen, sondern auch berücksichtigt werden.

In Deutschland gibt es insgesamt etwa 860.000 Wohnungslose

Vielen erscheint dieser Weg würdevoller und angenehmer als das Teilnehmen an den bestehenden, un-menschlichen Strukturen. Offen für neue Wege sind sie selbstverständlich trotzdem.

14% der Kinder in Deutschland sind arm

Seit der Einführung des Arbeitslosengeld 2 im Jahr 2005 hat sich die Zahl der auf Sozialhilfe und Sozialgeld angewiesenen Kinder auf mehr als 2,5 Millionen verdoppelt. Sie wachsen in Umständen auf, die man nicht als idealen Start ins Leben bezeichnen kann. Die Eltern können viel zu oft nichts dagegen tun.

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Kurzdarstellung für Neulinge
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Unsere Geschichte

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Martin Cordsmeier
Gründer

...so, wie ich sie persönlich erlebt habe - denn wer unsere Entstehungsgeschichte kennt, kennt unsere Mentalität. Daher auch die "Ich-Form" - doch im Grunde geht es nicht um mich, sondern um die vielen begabten und begeisterten Menschen und Dienstleister in unserem Netzwerk.

 

2004
Bei der Suche nach Heimarbeit als Nebenverdienst stoßen meine damalige Geschäftspartnerin Anastasia Ruder und ich ausschließlich auf die bekannten unseriösen Offerten. Wir fragen uns, warum es keine aktiv beworbene seriöse Heimarbeit gibt. Denn Potenzial ist genug vorhanden: Viele Jobs könnten einfacher, produktiver und gleichzeitig angenehmer für den Mit-Arbeiter von zu Hause ausgeführt werden.
Zunächst nehmen wir von Druckereien einfache Weiterverarbeitungen wie Falz- und Klebearbeiten an und erhalten durch unsere offene und unkonventionelle Vorgehensweise sofort einige Aufträge.

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Anastasia Ruder
Begleiterin

Im Laufe der nächsten Zeit kommt im Umfeld immer wieder die Frage auf, wie wir an die Arbeit gekommen sind. Der Bedarf nach Heimarbeit ist riesig - Alleinerziehende, Rentner und Kranke haben ohne sie keine Chance, etwas zu verdienen! Wir gründen unser erstes Unternehmen und verteilen einen kleinen Teil unserer Arbeit an andere.

2005
Die Idee soll ausweitet und professionalisiert werden - durch weitere Akquisition können wir innerhalb kurzer Zeit verschiedene Hamburger Druckereien und Buchbindereien als Kunden gewinnen. Offenbar durch Sympathie, denn in dem "Haifischbecken freie Wirtschaft", vor dem uns alle gewarnt haben, stoßen wir von Anfang an auf Interesse - obwohl das, was wir für die Kunden machen, gar nicht neu ist. Aber das "Wie". Erfahrungen zeigen, was alles falsch läuft: Es ist so viel Geld im Umlauf, das ohne Zauberei gerechter verteilt werden könnte. Warum nutzt man nicht einen Teil des Gewinns, um Soziales zu realisieren?

Dez 2005
Vorrangig aus "Forschungsgründen" nehme ich für einige Monate eine Tätigkeit bei einer Zeitarbeitsfirma auf. Diese vermittelt mich an einen Telekommunikationsanbieter, wo ich als Sachbearbeiter im Beschwerdemanagement arbeite. Die schon erwarteten Erfahrungen, die ich dort dann auch real sammeln konnte, werfen ein dunkles Licht auf viele heutige Arbeitsbedingungen. Die Art, wie mit Mitarbeitern umgegangen wird und die Gründe, warum der Job gemacht wird (meist schlicht des Geldes wegen und vollkommen ohne Motivation) sind nicht nur wenig menschlich sondern ebenso wenig produktiv.

2006
Unsere mittlerweile mehr als 30 Druckereikunden fragen uns immer öfter aktiv, ob wir in unserer (mittlerweile auf ca. 40 Leute gewachsene) "Liste" nicht auch Mit-Arbeiter haben, die z.B. als Fahrer, Buchhalter oder Verpackungstechniker arbeiten möchten. Was wir nicht hatten, suchten wir - es gab für jede Tätigkeit Menschen, die sie GERNE machen wollten. Und wir bezahlten von Anfang an immer ausschließlich angemessene Löhne. Ohne für den Kunden teuer zu werden - dazu hatten wir schon damals eine extrem schlanke Kostenstruktur. Selbst Obdachlose können - natürlich zur selben Bezahlung - eingesetzt werden. Es wird nochmals deutlicher: Das Geld ist da - warum wird es nicht genutzt? Und: Wo bleiben Emotionen, Ästhetik und Passionen in der heutigen Alltags-Welt der Menschen?
Die millionways-Idee war geboren.

2006-2007/2008
Die Vorbereitungszeit ist lang - es müssen wasserdichte Verträge für die engen deutschen Gesetze gemacht werden - gerade weil es eine Unternehmung in dieser Form nie zuvor gab, ist dies eine große Hürde. Es müssen Versicherungen, Steuerberater und Banken gefunden werden. Und es muss ein Mit-Arbeiternetzwerk aufgebaut werden. Unterstützung kommt von allen Seiten: Selbst Anwälte nehmen nur einen Bruchteil ihres üblichen Lohnes und weiterhin werden wir auch von erfahrenen Profis jeden Bereichs beratend begleitet. Sie haben das, was ich als Autodidakt nicht lernen kann: Mehr Berufs- und Lebenserfahrung.

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Thorsten Liedtke
Gesellschafter

Jun 2007
millionways startet im kleinen "Testbetrieb" und Thorsten Liedtke wird - getrieben von chronischer Übereinstimmung - neuer Gesellschafter. Durch unsere Arbeitsweise und unser Netzwerk können wir schon in dieser Phase nicht nur zahlreiche talentierte Mit-Arbeiter, sondern auch - vom Selbstständigen bis zum namhaften Großkonzern - Kunden davon überzeugen, dass es mit der tatsächlich auch in der Praxis und nicht in der Theorie anders geht. Dass der soziale und ideele Grundgedanke sich ideal mit Wirtschaftlichkeit vereint, wird dabei immer deutlicher.

Sommer 2008
millionways startet öffentlich. Eine überzeugende Geschichte muss nun immer weiter geschrieben werden. Und jeder kann auf seine Art dabei sein, egal ob Unternehmen, Mit-Arbeiter, Unterstützer oder Ideengeber.

Es gibt Millionen Wege - zeigen Sie uns Ihren!

Wir freuen uns auf Sie!

Martin Cordsmeier